FSC Remscheid stellt Deutschland 8-er bei WM
in Gera
Auf nationaler Ebene seit 1992 ungeschlagen
Remscheid (pps) Fußball-Deutschland huldigt gerade dem FC Bayern
München, der soeben auf nationaler Ebene den 20. Meistertitel und
obendrein zum 13. Mal den Pokal gewann. Überflügelt werden die
Fußballer von der Isar hierzulande allerdings von den Fallschirmspringern
des FSC Remscheid, deren Freifall-Formationsspringer seit 1992
ununterbrochen Deutscher Meister sind. Als Deutschland 8-er vertreten
die Remscheider dann auch die Farben des Gastgeberlandes bei der
Fallschirm-WM vom 5. bis 10. August in Gera.
Die Königsdisziplin unter den Freifallsportarten vereint
Dynamik und
Rasanz mit Ästhetik und harmonischen Zusammenspiel in der Gruppe.
Zusammen mit einem Videographen verlassen die acht Akteure gemeinsam
das Luftfahrzeug und haben dann 50 Sekunden Zeit, um möglichst viele
der
vorgegebenen Formationen zu zeigen. Der Aufwand für diese Disziplin ist
ungeheuer groß, bei der WM in Gera werden deshalb auch die Profi-Teams
aus Frankreich, den USA und Russland wieder ganz vorne erwartet. Hinter
diesem Trio entbrannte in den vergangenen Jahren ein heißes Duell
zwischen Italien und Deutschland um den inoffiziellen Titel des Amateur-
Weltmeisters.
Die Remscheider Akteure konnten diesen spannenden Zweikampf zuletzt
zu ihren Gunsten entscheiden. Der vierte Platz bei der WM war der Lohn für
jahrelange konzentrierte und beharrliche Arbeit. Nirgendwo sonst in
Deutschland wird so zielstrebig an Erfolgen im Achter-Springen
geschmiedet wie in Remscheid. Bei gemeinsamen Trainingscamps, wie
zuletzt in Kalifornien, absolvieren die Mitglieder des Teams zwischen 300
und 400 Sprünge pro Jahr. Darüber hinaus spulen sie ein tägliches
Pensum
zur physischen und mentalen Vorbereitung sowie etliche Stunden
Trockentraining im Windtunnel ab.
Um bei der WM in Gera erfolgreich zu sein, engagierte man gleich mehrere
Trainer. Neben dem mehrfachen Weltmeister Dan Chenfield aus den USA,
der für die technischen Elemente zuständig ist, konnte der Schweizer
Mike
Vetter als Coach gewonnen werden. Damit soll für eine
Leistungsentwicklung gesorgt werden, die noch kein deutscher Achter
jemals zuvor gezeigt hat.
Kontakt-Adresse:
Matthias Maushake, Präsident des Organisationskomitees
c/o Deutscher Aero Club/Deutscher Fallschirmsportverband
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